Vorstellungen

Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt, widme ich mich dem Geistesstudium des Kurses in Wundern.
Man könnte sich jetzt fragen: warum?

Ich glaube, jede Antwort würde auf einen gemeinsamen Nenner hinauslaufen: die Bewegung des Lebens selbst.
Jeder von uns strebt danach: Liebe, Freude, Frieden und Glück.

Was wir tun, ist, all dies in der Welt zu suchen. Jeder von uns hat eine eigene Vorstellung davon, was Liebe ist, was Freude ist, was Frieden bedeutet und wie ich glücklich werde.

Wenn wir ehrlich sind, könnten wir beobachten, wie sich diese Vorstellungen stetig ändern, sobald wir die Erfahrung gemacht haben, dass wir das, was wir suchten, nicht dort gefunden haben, wo wir dachten, es zu finden.


Wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen verläuft, fühle ich mich bedoht? Was ist denn bedroht? Wirklich ich oder ist es nur ein Gedanke, an dem ich festhalten will? Warum will ich an dem Gedanken festhalten? Kann ich wirklich wissen, dass mein Gedanke wahr ist?

Dennoch machen wir immer weiter – bis zu dem Moment, in dem wir eine Ahnung bekommen, dass das Leben, nach dem wir streben, nicht in der Welt zu finden ist, sondern in uns.

So könnte ich sagen, dass das Leben selbst mich immer bewegt und mir in jedem Moment die Gelegenheit bietet, die Wahrheit über das LEBEN hinter meinen eigenen Vorstellungen zu erkennen.

Eine Bereitschaft ist notwendig, ein Wille, die Welt anders zu betrachten, meine Vorstellungen und Überzeugungen in Frage zu stellen. Ja, das ist notwendig, damit ich beginne, meine Gedanken über mich, die Welt und Situationen zu beobachten.

Dann kann ich den Zusammenhang zwischen meinen Gedanken sowie meinen Vorstellungen und Überzeugungen erkennen.

Was wäre ich ohne sie?
Was wäre, wenn ich den Gedanken über eine Situation oder eine Person nicht denken würde?
Was wäre, wenn ich meine Überzeugungen und Vorstellungen nicht immer verteidigen müsste, um Recht zu haben?

 

Könnte es sein, dass ich dann in den Frieden komme, weil ich nicht mehr im Konflikt mit einer Situation bin?
Mein Körper wird mich die Antwort fühlen lassen, und in diesem Moment zeigt sich das LEBEN selbst, nach dem wir alle streben.

 

Aber sobald ich es anders haben will, als es jetzt gerade ist, bin ich im Widerstand mit dem, was ist.



(Recht haben wollen ... wie oft geht es bei dir genau darum?)


Und wenn ich der Meinung bin:

„Ich fühle aber nichts“, bin ich mir gewiss, dass ich mit jedem Moment der Bereitschaft meinen Geist immer mehr für die Wahrheit öffne.
Diese Gewissheit lässt mich geduldig sein.

Eckhart Tolle sagt, ein Problem (oder Konflikt) entsteht erst durch die Interpretation einer Situation.
Es lohnt sich, sich diese Fragen zu stellen. ;-)

Buch-Hinweis:

Ein Kurs in Wundern

Byron Katie - The work

Eckhart Tolle-Stille spricht

Live-Vortrag:

Eckhart Tolle - ein Vortrag 

 

Kerstin Jensen

 [email protected]